Ute Meyer Flensburg

Die Künstlerin

Ute Meyer, geb. im Dezember 1957 

Bildende Künstlerin

Zweites Staatsexamen in Kunst für Realschulen, PH Flensburg

 seit 1999  Atelier in Flensburg

Kunsttherapeutin und  Kunst –  Projekte im Bereich der offenen Jugendarbeit

Nationale und internationale Ausstellungen und Sammler*innen (Deutschland, Dänemark, Italien,Österreich,  Belgien, der Schweiz, den Niederlanden, Großbritannien, Kroatien, USA, Hong Kong, Indonesien )

 

Aktuelle Ausstellungen

Meine künstlerische Praxis basiert auf direkter Beobachtung und einer tiefen Verbundenheit mit der natürlichen Welt. Ich arbeite vorwiegend mit Öl- und Aquarellfarben und fühle mich zum Malen im Freien hingezogen, wo die sich ständig verändernden Eigenschaften von Licht, Atmosphäre und Wetter zu aktiven Teilnehmern am kreativen Prozess werden. Diese wechselnden Bedingungen beeinflussen nicht nur den visuellen Charakter jedes Werks, sondern auch dessen Rhythmus, Energie und emotionale Resonanz, wodurch jedes Gemälde zu einer einzigartigen Reaktion auf einen bestimmten Zeitraum innerhalb eines Tages wird

Neben der Pleinair-Malerei entwickle ich Werke, die von meinen eigenen Fotografien und alltäglichen Erfahrungen inspiriert sind. Anstatt die Realität zu dokumentieren, verwandle ich diese Eindrücke in Kompositionen, die sich zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit bewegen und dabei das Gleichgewicht zwischen Erinnerung, Wahrnehmung und Emotion erforschen. Meine Fotografien dienen als visuelle Anker, die es mir ermöglichen, die Atmosphäre eines Ortes wieder aufzugreifen und gleichzeitig Raum für Interpretation und malerischen Ausdruck zu schaffen.

In meiner gesamten künstlerischen Praxis strebe ich danach, ein Gefühl von Klarheit, Vitalität und Offenheit zu vermitteln. Ob ich nun eine Landschaft, eine ländliche Szene oder eine abstrakte Komposition darstelle – mein Ziel ist es, Werke zu schaffen, die zur stillen Kontemplation einladen und gleichzeitig die Unmittelbarkeit des Erlebten bewahren. Licht, Tiefe und räumliche Weite sind wiederkehrende Elemente in meinen Arbeiten und schaffen eine Bildsprache, die meine verschiedenen Werkreihen miteinander verbindet.

Letztendlich sind meine Gemälde eine Einladung, innezuhalten und den subtilen Dialog zwischen Natur, Wahrnehmung und Erinnerung zu erleben, der die außergewöhnlichen Qualitäten offenbart, die in alltäglichen Momenten verborgen liegen.

 

Betrachtungen zur künstlerischen Arbeit von Ute Meyer

Effekthascherei und manipulierte Emotionen sucht man bei Ute Meyer vergeblich

Erfahrungsgestärkte Beobachtung und präzise Wiedergabe von Erlebtem lassen Werke entstehen, die Eindrücke und Emotionen nicht durch Verzerren des Objektes und der Farben erwirken wollen, sondern mittels treffender Wiedergabe der Farbräume, bewusster Perspektive und ausgereifter Maltechnik dem Beobachter mit großer Exaktheit die Emotionen eines Augenblicks oder eines Zeitraumes vermitteln.

Die Künstlerin vermag diese Stimmungen einzufangen, umzusetzen und in ihren Werken zum Ausdruck zu bringen. Erforderlich hierfür ist jedoch, dass Ute Meyer diese Momente erlebt, denn ohne ein vollständiges und bewusstes Erleben des Moments bleibt eine wahrhaftige Wiedergabe der Stimmung erfolglos.

Ihre Bilder der Küsten der Deutsch/Dänischen Ostsee und der Shetland Inseln zeugen also vielfach vom Erfolg dieses Prozesses. Oftmals entstehen die Werke direkt in der Situation, also am Strand oder im Garten. Tier- und Makrostudien werden nach eigenen Fotografien im Atelier gemalt und durch stetiges Gestalten vollendet.

Inhaltlich erweist sich Ute Meyer beinahe als Singularität im Vergleich zu anderen, insbesondere aktuellen Künstlern, denn bei ihr ist eben nicht die Darstellung des Konfliktes zentrales Thema. Wo Kunst und Künstler sich aufreiben Auseinandersetzungen, Leid oder Ungleichheit zu offenbaren, geht Ute Meyer einen anderen Weg: Der Konflikt ist in ihrer Arbeit rar und wenn doch zu sehen, dann meist schon in der Form der Aufarbeitung und Bewältigung.

Viele Jahre hinweg war ich der Meinung, Kunst müsse Aufreißen und Konflikte, wenn schon nicht zum Inhalt, dann wenigstens als Triebfeder haben.

Mittlerweile sehe ich den Weg von Ute Meyer als mindestens ebenbürtige und weise Alternative an. Sie vermittelt Harmonie, bietet Lösungen an, ohne nach dem Problem zu fragen; sie transportiert die Schönheit der Natur und unterliegt nicht den Versuchen, diese zu zweckentfremden oder mit einer zusätzlichen Agenda zu beladen.

Nicht der Mensch ist das Zentrum ihrer Arbeit, die blanke Dualität nicht das Thema, keine Ideologie trübt die Leinwand und kein abstrahierter Kampf sucht unsere Aufmerksamkeit zu erringen. Was wir auf dem Weg Ute Meyers jedoch finden können, sind geteilte Momente des Erlebens, auf Papier, Leinwand und Holz gebundene Energien der Natur und der Harmonie, behutsam zusammengetragen und kuratiert wie der Ertrag eines Imkers.

Thobe Appel-Sünder im Februar 2018

 

error: Content is protected !!

Newsletter abonnieren

Neue Bilder und Ausstellungs-Erinnerungen direkt in Ihr Postfach. Kein Spam. Versprochen.

Newsletter Versand ohne Drittanbieter. Mehr dazu in den Datenschutzhinweisen.

Hallo, diese Website verwendet einige essenzielle Cookies. Genaueres erfahren Sie in meinen Datenschutzhinweisen.